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„Google ist nicht die Wahrheit“ – Gespräch mit Christian Scherg, Berater für Online-Strategien und Geschäftsführer der Revolvermänner GmbH

Als „Fenster zur Seele“ bezeichnet Christian Scherg „Shitstorms“ im Internet. Der Reputations-Manager berät Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation und hat schon oft beobachtet, dass die Ursache von digitaler Empörung mitunter politische und gesellschaftliche Unzufriedenheit sein kann. Doch es gibt auch Fälle, bei denen ein Konkurrenz­unternehmen seinem Mitbewerber mittels einer Schmutzkampagne über das Web schaden will und gezielt Gerüchte streut. Beispiele für Unternehmen, deren jahrzehntelang erarbeitetes, positives Image binnen weniger Monate zerstört wurde, kennt der 39-jährige Unternehmer aus seiner Beratungstätigkeit genug. Dennoch sieht Scherg auch positive Seiten an online hervorgebrachter Kritik – so lange ihr konstruktiv entgegnet wird und sie gar nicht erst „hochkocht“.

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„Es geht letztlich immer um Menschen, nicht um Klicks.“ – Gespräch mit Martin Lohmann, Publizist und Chefredakteur des katholischen Fernsehsenders K-TV

Mit seinen konservativ katholischen Überzeugungen löste Martin Lohmann einen Sturm der Entrüstung aus. Vor allem in den sozialen Medien sorgte der streitbare Publizist mit seinen öffentlichen Aussagen für einen „Shitstorm“, der ihn und seine Familie mit massiver Kritik und persönlichen Beleidigungen überrollte. Nach der teilweise falschen und klischeehaften Darstellung seiner Aussagen in den Medien stellt Lohmann auch deren Glaubhaftigkeit in Frage. Warum man nicht alles glauben sollte, was in der Zeitung steht, erklärt Martin Lohmann im Gespräch mit Michael Märzheuser. Weiterlesen

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„Digitalisierung hat eine merkwürdig magische Qualität.“ – Gespräch mit Ossi Urchs, Medien-Unternehmer und Internet-Guru

Vielen Menschen war er mittlerweile ein Begriff. Nicht nur wegen seiner zahlreichen Auftritte in Funk und Fernsehen. Der studierte Philosoph, Politik- und Theaterwissenschaftler Ossi Urchs betrieb seit 1982 zusammen mit seiner Frau Sigi Höhle F.F.T. die Medienagentur, zunächst als TV-Produktion und später als Internet-Strategie-Beratung, die Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Web-Strategien unterstützt und ihnen heute dabei hilft, auch im Bereich Social Media professionell zu kommunizieren.

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Christian Scherg und Ossi Urchs im Gespräch

Impressionen vom 19. Hilton Talk in München

Digitale Empörungsdemokratie: Die erregte Gesellschaft im 21. Jahrhundert

Das Internet verändert die Gesellschaft. „Fangt endlich an, selbst und neu zu denken!“ sagt Internet-Guru Ossi Urchs und preist die Errungenschaften der digitalen Revolution: die massenhafte Vernetzung, die in einer pluralistischen Gesellschaft vom Dialog zum „Multilog“ wird und so direkt steuert und gestaltet. Die negativen Auswirkungen massenhafter Vernetzung erlebte der überzeugte Katholik Martin Lohmann am eigenen Leib. Seine konservativen Ansichten zu Themen wie Abtreibung und Ehe lösten im Internet eine Welle der Empörung, einen so genannten Shitstorm aus. Um sich gegen solche Diffamierungen wehren zu können, fordert er mehr Schutz durch die Politik. „Es geht um Menschen und nicht um Klicks“, so Lohmann.

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MärzheuserGutzy ist jetzt Märzheuser Kommunikation

Jochen Gutzy ist zum 30. Juni 2013 aus der Geschäftsführung und dem Gesellschafterkreis ausgeschieden.

Nach zehn Jahren als Geschäftsführer und Gesellschafter hat Jochen Gutzy das Münchner Unternehmen für strategische Kommunikationsberatung verlassen, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Bis zum 30. September 2013 stand er dem Unternehmen als Berater zur Verfügung um sich unter anderem dem Abschluss der laufenden Projekte und einer reibungslosen Übergabe der von ihm betreuten Klienten zu widmen.

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Grafik Shitstorm

Shitstorms als große Herausforderung für die Unternehmenskommunikation

Lufthansa, Deutsche Bahn, Nestlé, Amazon und Vodafone – all diese großen Unternehmen haben zumindest eines gemeinsam: Sie wurden Opfer eines Shitstorms. Statt sich in überlasteten und teils noch kostenpflichtigen Hotlines vertrösten zu lassen, nutzen mittlerweile immer mehr Kunden soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter um ihrem Unmut freien Lauf zu lassen und ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen. Selbst der Duden nahm im Jahr 2013 das Wort Shitstorm neu auf und definiert es als „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht.“

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„Unser Konzept ist im Prinzip ein High-Tech-Tante-Emma-Laden.“ Gespräch mit Dr. Rudolf Haberleitner, Unternehmer und Firmensanierer

Der österreichische Unternehmer und Sanierer Dr. Rudolf Haberleitner wollte nicht nur vielen Schleckerfilialen neues Leben einhauchen, sondern auch das Konzept des Nahversorgers wiederbeleben. Doch sein Unternehmen musste ein Sanierungsverfahren beantragen, da durch massiven Widerstand der Gewerkschaft die erforderliche Finanzierung nicht aufgestellt werden konnte. Bei seinem Engagement spielten neben wirtschaftlichen auch soziale Aspekte eine Rolle. So sollten seine Dayli-Märkte auch an Sonntagen insbesondere im ländlichen Raum die Möglichkeit bieten, einzukehren und lokaler Treffpunkt zu werden. Im Interview spricht der promovierte Betriebswirt vor dem Sanierungsfall über Vorbilder für seine Märkte, Widerstände gegen sein Projekt – und darüber, warum er Konkurrenz nicht fürchtet.

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Bruder Natanael Ganter

„Wenn ich heute umziehe passt mein Hab und Gut in einen Kofferraum“. Gespräch mit Natanael Ganter OFM, Franziskanerbruder

Vom Werbekaufmann zum Ordensbruder, vom hektischen Agenturalltag ins Kloster. Diesen ungewöhnlichen Weg schlug Natanael Ganter ein, nachdem er zufällig im Internet auf die Geschichte des Heiligen Franziskus von Assisi gestoßen war. Im Interview spricht der Ordensmann über die schwierige Annäherung an Gott, alltägliche Klischees über das Klosterleben und seine Erwartungen an Papst Franziskus I. Weiterlesen