Märzheuser | Gutzy

News & Events | Events & Seminare

Hilton Talk: Die Münchener Gesprächsrunde und Netzwerkveranstaltung für Führungskräfte und Kommunikationsprofis aus Wirtschaft, Politik und Medien

_thema . Gegen den Strom: Chancen für neues Denken und Handeln

Alle reden von Reformen. Den einen gehen sie nicht weit genug, den anderen gehen bereits zaghafte Reformschritte zu weit – vor allem wenn sie persönlich von Einschnitten betroffen sind. Regierung, Opposition und Bürger beklagen unisono den Reformstau und doch herrscht Stillstand in unserem Land. Wieso ist das eigentlich so? Gibt es einen Weg aus der Krise? Welche Rolle spielen die Medien in der aktuellen Reformdiskussion? Und wie kann jeder einzelne von uns mehr Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen? Über diese und andere Fragen diskutierten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien und Politik beim ersten Hilton Talk am 10. November 2004, einer Veranstaltung des Hilton Munich Park und der Kommunikationsberatung Märzheuser/Gutzy.

_talk-gäste . Eberhard Junkersdorf . Prof. Dr. Guy Kirsch . Prof. Dr. Wolfgang Stock


Eberhard Junkersdorf
Filmproduzent und Regisseur


Eberhard Junkersdorf zählt zu den Großen des deutschen Kinofilms. Weit mehr als 50 Filme hat er bis heute produziert, darunter Volker Schlöndorffs Oscar-prämierte Verfilmung der "Blechtrommel" und "Homo Faber", Margarethe von Trottas "Rosa Luxemburg", "Das Versprechen" und "Die Bleierne Zeit" - Gewinner des Goldenen Löwen von Venedig (1981), sowie Reinhard Hauffs "Messer im Kopf" und "Stammheim" - Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale (1986). 1995 gründete er die Produktionsfirma "Munich Animation". 1997 führte er bei dem ersten von ihm produzierten Animationsfilm "Die Furchtlosen Vier" erstmals auch Regie. Im Jahr 2002 gründete Eberhard Junkersdorf die "Neue Bioskop Film" und produzierte Oskar Röhlers Wettbewerbsbeitrag für die Berlinale "Der alte Affe Angst". Sein Animationsfilm "Till Eulenspiegel" war 2003 in der Kategorie "Bester Animationsfilm" für den Academy Award nomiert.


Prof. Dr. Guy Kirsch
Ordentlicher Professor für Finanzwissenschaft am Seminar für Neue Politische Ökonomie der Universität Fribourg


Sind marktwirtschaftliche Reformen mit Moral und Anstand vereinbar? Welche Verantwortung trägt die Wirtschaftselite für die Stabilität einer liberalen Gesellschaft und die Akzeptanz politischer Reformen? Wie lässt sich Bewegung in den zur Trägheit tendierenden Reformprozess demokratischer Gesellschaften bringen? Das sind Fragen, die Prof. Dr. Guy Kirsch seit nunmehr über vier Jahrzehnten bewegen – auf seiner Suche nach einer Ordnung für den Menschen jenseits von Markt und Macht. In seiner analytisch bestechenden Analyse unserer Gesellschaft hält sich der Politökonom an den französischen Dichter Paul Valéry: "Si l'Etat est fort, il nous écrase; s'il est faible, nous périssons" – zu deutsch: "Wenn der Staat stark ist, erdrückt er uns; wenn er schwach ist, kommen wir um."


Prof. Dr. Wolfgang Stock
Geschäftsführer Medien Tenor Deutschland


Nur wenige sind mit der Medienlandschaft und der politischen Landschaft in Deutschland so vertraut wie Prof. Dr. Wolfgang Stock. Der Historiker und Politologe startete seine publizistische Karriere in den 1980er Jahren bei der Tageszeitung "Die Welt", für die er während der Zeit des Kriegsrechts aus Polen berichtete. Von 1988 bis 1996 war er bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". 1990 beobachtete er als Korrespondent der FAZ die ersten freien Wahlen in der ehemaligen DDR, von 1991 bis 1996 war Prof. Dr. Wolfgang Stock einer der Politischen Korrespondenten der FAZ in Bonn. Weitere berufliche Stationen waren die "Berliner Zeitung", wo er die Neupositionierung der einstigen SED-Zeitung maßgeblich mitgestaltet hat, und das Nachrichtenmagazin "Focus", für das er als Politischer Korrespondent aus Bonn und Berlin berichtete. Zuletzt war er Politik-Chef und Geschäftsführender Redakteur der einflussreichen Sonntagszeitung "Welt am Sonntag".

Ende 2003 übernahm Prof. Dr. Wolfgang Stock die Geschäftsführung des renommierten "Medien Tenor". Das in seiner Art weltweit einmalige Medienforschungsinstitut untersucht seit einem Jahrzehnt Tag für Tag den Politik- und Wirtschaftsteil der tonangebenden deutschen Tageszeitungen, Wochenmedien und TV-Nachrichtensendungen. Die Analysen des "Medien Tenor" zählen zur Pflichtlektüre deutscher Vorstandschefs und der Strategen in den Zentren der politischen Macht – den politischen Parteien, den Gewerkschaften und Verbänden der Wirtschaft.

_impressionen


Herzlicher Emfang. Von seiner besten Seite zeigte sich das Hilton Munich Park bei der Premiere. Michael Schützendorf, Generaldirektor Hilton Munich, konnte gut 70 handverlesene Gäste aus Wirtschaft, Medien und Politik im Hilton Tucherpark begrüßen.



Mut zur Länge. Anders als bei den vielen TV-Talk-Formaten, die auf 30-Sekunden-Statements setzen, ließ Moderator Michael Märzheuser, Märzheuser/Gutzy, seinen Talk-Gästen genügend Raum, um Gedanken zu entwickeln.



Genau hingeschaut. Karikaturist Götz Wiedenroth traf mit seinen Bildern bei den Talk-Gästen genau ins Schwarze.



Engagiert und couragiert. Eberhard Junkersdorf sprang kurzfristig für den erkrankten Filmproduzenten Michel Morales in die Presche: "Uns fehlt der Mut, gegen Widerstände anzugehen, auch auf die Gefahr hin, einmal gegen die Wand zu laufen."



Schicksalhaftes Glück wünscht Prof. Dr. Guy Kirsch den Deutschen: "Die Deutschen bräuchten nicht nur diese Amtsinhaber, die die Geschäfte führen. Schröder etwa ist ein Herr des Augenblicks, er ist ein Herr des Tages. Was die Deutschen wirklich bräuchten, ist ein Staatsmann."



Tore statt Wahlen. Medienforscher Prof. Dr. Wolfgang Stock, Medien Tenor Deutschland, macht die Programmpolitik der öffentlich-rechtlichen TV-Sender für die geringe Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2004 mitverantwortlich: "Diese Sender trifft eine gewisse Mitschuld, denn wenn ein Thema in den Medien nicht vorkommt, können die Leute auch nicht glauben, dass es wichtig ist."



Fortsetzung folgt. MIt großem Interesse verfolgten die Gäste die Talk-Runde. Das Urteil des Publikums fiel eindeutig aus: Weiter so! Noch am gleichen Abend gab Generaldirektor Michael Schützendorf den Termin für den zweiten "Hilton Talk" bekannt.



Gute Laune herrschte beim anschließenden Get-Together.



Susanne Dingerdissen (Freie Autorin) und Anja Beyer (RTL Plus Fernsehen).



Moderator Michael Märzheuser (Märzheuser/Gutzy) im Gespräch mit Bildhauer Otto Wesendonck.



Unter Zweien. TV-Journalist Peter Fraas (Bayerischer Rundfunk) im Gespräch mit Talk-Gast Wolfgang Stock.



PR-Unternehmer Ulrich Clef, Präsident des Marketing-Club München, mit Begleitung.



Alles was das Herz begehrt. Das Buffet mit erlesenen Köstlichkeiten aus allen Kontinenten gab den Gesprächen der Gäste zusätzliche Nahrung.



Zufriedene Gesichter bei den Organisatoren und ihren Talk-Gästen (v.l.n.r.): Jochen Gutzy (Märzheuser/Gutzy), Prof. Dr. Guy Kirsch (Universität Fribourg), Prof. Dr. Wolfgang Stock (Medien Tenor Deutschland), Eberhard Junkersdorf (Neue Bioskop Film), Michael Schützendorf (Hilton Munich) und Michael Märzheuser (Märzheuser/Gutzy).


_konzept

Der "Hilton Talk" ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Kommunikationsberatung Märzheuser/Gutzy und des Hilton Munich Park. Der "Hilton Talk" ist die Münchener Gesprächsrunde und Netzwerkveranstaltung für Führungskräfte und Kommunikationsprofis. Persönlichkeiten, die die öffentliche Diskussion mit ihren Standpunkten prägen, diskutieren aus einer sehr persönlichen Perspektive über Themen an der Nahtstelle von Wirtschaft, Politik und Medien.

» zur Übersicht

© 2006 MärzheuserGutzy Kommunikationsberatung GmbH, München | concept & design by fresh frames

Diese Website weiterempfehlen | Impressum | Legal Disclaimer | zum Seitenanfang | Seite drucken