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Hilton Talk: Die Münchner Gesprächsrunde und Netzwerkveranstaltung für Führungskräfte und Kommunikationsprofis aus Wirtschaft, Politik und Medien _thema. Zwischen Gewinn und Gewissen: Auf der Suche nach der neuen Elite Die Führungskräfte in den Vorstandsetagen sehen sich zunehmend in einem Dilemma: Auf der einen Seite setzen renditegetriebene Investoren sie erbarmungslos unter Druck, die Gewinne kurzfristig in die Höhe zu schrauben. Auf der anderen Seite werden sie von mächtigen Nichtregierungsorganisationen, der Politik und der breiten Öffentlichkeit bedrängt, mehr gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Auch hierzulande rückt der Gedanke des »Corporate Citizenship« wieder verstärkt ins Blickfeld der Manager. Sponsoring ist trendy und gilt als Patentrezept, wenn es darum geht, das Profil des eigenen Unternehmens in einer Welt, in der die Produkte und Dienstleistungen zunehmend als austauschbar empfunden werden, zu schärfen. Und die Firmen erkennen, dass sich der volle Einsatz der Mitarbeiter nicht mit Geld erkaufen lässt. _talk-gäste . Prof. Dr. Michael Hartmann . Peter Walter (betapharm) . Gabriele Fischer (brand eins)
"Unsere Gesellschaft braucht Eliten" lautet eine weit verbreitete Forderung. Dazu passt der Ruf der Politik nach Eliteuniversitäten – die öffentliche Debatte darüber ist in vollem Gange. Doch wie entstehen überhaupt fähige Einflussgruppen, die die gesellschaftspolitischen Aufgaben erfolgreich bewältigen? Jedenfalls nicht durch einen fairen Leistungswettbewerb, meint Prof. Dr. Michael Hartmann. Die Studien des Elitenforschers legen den Schluss nahe, dass Chancengleichheit zu keiner Zeit mehr war als ein bildungspolitisches Ideal. Je weiter es in der Karriereleiter nach oben geht, um so mehr entscheidet die soziale Herkunft und um so weniger zählt die eigene Leistung. Besonders brisant: Offenbar hat der soziale Status in kaum einem Land der Erde einen so großen Einfluss auf die berufliche Karriere wie in Deutschland. Folgt man aktuellen Untersuchungen, dann hat die soziale Selektivität des deutschen Bildungssystems in den letzten Jahren sogar noch zugenommen. Wer es in die Vorstandsetagen deutscher Unternehmen schaffen will, braucht demnach vor allem eines: den richtigen "Stallgeruch".
Wie kann man in einem Markt mit austauschbaren Produkten erfolgreich sein? Peter Walter, Geschäftsführer der betapharm Arzneimittel GmbH, hat eine ebenso einfache wie überzeugende Antwort auf diese Frage: Durch eine konsequente Strategie und das Engagement der beteiligten Menschen im Unternehmen. Rund zwei Millionen Euro steckt betapharm Jahr für Jahr in soziale Projekte – viel Geld für einen Mittelständler mit 160 Millionen Euro Jahresumsatz. Das Augsburger Unternehmen handelt mit Generika – preiswerten Kopien von Arzneimitteln, deren Patentschutz abgelaufen ist. Ein lukrativer aber auch hart umkämpfter Markt. Nachdem sich das Unternehmen in den ersten Jahren erfolgreich als Niedrigstpreisanbieter im Markt durchsetzen konnte, bekam betapharm Ende der 90er Jahre den Druck der Konkurrenten zu spüren. Doch dann gab das Engagement für ein sozialmedizinisches Nachsorgeprojekt für Kinder dem Augsburger Generikahersteller, was ihm bis dahin noch fehlte: Sinn und Richtung. Es wurde eine Stiftung errichtet und ein wissenschaftliches Institut gegründet, das Ganze wuchs über die Jahre und zog immer größere Kreise. Das motivierte die Mitarbeiter und begeisterte die Kunden. Bevor betapharm sein soziales Gewissen entdeckte, stand das Unternehmen noch auf Rang 15 der deutschen Generikahersteller. In der Zwischenzeit ist betapharm zur Nummer vier der Branche aufgestiegen.
"Für die Neue Ökonomie, was der Rolling Stone Anfang der 60er Jahre für die Popkultur war" (Frankfurter Allgemeine Zeitung), "Bollwerk gegen Infernales" (Züricher Tagesanzeiger): "brand eins" hat Bewegung in den lange Jahre erstarrten deutschen Magazinmarkt gebracht. Seit seinem Start im September 1999 suchen Medienjournalisten immer wieder nach neuen Etiketten für das Wirtschaftsmagazin. Die Kritik überhäufte die Redaktion mit Lob und Preisen. Als Wirtschaftsmagazin, das Wirtschaft nicht nur als Zahlen begreift, sondern nach Hintergründen und Zusammenhängen sucht, versteht sich das Blatt selbst. Die neue wirtschaftliche Elite findet in "brand eins" ein Objekt der Leselust und zugleich einen aufmerksamen und einflussreichen Begleiter: In den Auflagentabellen hat das Wirtschaftsmagazin mit einer verkauften Auflage von rund 84.000 Exemplaren einen der oberen Plätze erobert. Gabriele Fischer ist Gründerin und Chefredakteurin von "brand eins". _impressionen
_veranstaltungskonzept Der "Hilton Talk" ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Kommunikationsberatung Märzheuser/Gutzy und des Hilton Munich Park. Der "Hilton Talk" ist die Münchener Gesprächsrunde und Netzwerkveranstaltung für Führungskräfte und Kommunikationsprofis. Persönlichkeiten, die die öffentliche Diskussion mit ihren Standpunkten prägen, diskutieren aus einer sehr persönlichen Perspektive über Themen an der Nahtstelle von Wirtschaft, Politik und Medien. |




















