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Hilton Talk: Die Münchner Gesprächsrunde und Netzwerkveranstaltung für Führungskräfte und Kommunikationsprofis aus Wirtschaft, Politik und Medien _thema: Wer schreit hat Recht: Skandalisierung in den Medien Gammelfleisch, Sportwetten, Mohammed-Karikaturen: Kaum eine Woche verstreicht ohne handfesten Skandal. Am Anfang steht der Fehltritt – Bonusmeilen, Segeltörn, Sektdusche. Doch erst die Medien bieten dem Skandal eine Bühne. Und das mit schöner Regelmäßigkeit. Der eine Skandal ist noch nicht beendet, da ist auch schon der nächste da. Bis zur Besinnungslosigkeit wird enthüllt. Von wegen »Fakten, Fakten, Fakten«. Wer am lautesten schreit, hat Recht. Solange, bis die Blase platzt. Dann zieht die Karawane einfach weiter und lässt auch schon mal unschuldige Opfer zurück. Wer einmal am ‚Medien-Pranger’ steht, kommt nur schwer wieder auf die Beine. So wie der schwäbische Nudelhersteller Birkel, der in den 80er Jahren völlig zu Unrecht in den Sog eines Lebensmittelskandals geriet. Zuweilen ist eben auch die Aufarbeitung eines Skandals skandalös. _talk-gäste: Dr. Markus Söder . Dr. Horst Avenarius . Hans-Jürgen Jakobs
Für die Darstellung komplexer Zusammenhänge bleibt in den Medien immer weniger Raum. Die Berichterstattung bewegt sich zwischen Sinn und Sensation – und reduziert sich allzu oft auf Rituale und Schlagworte. Dr. Markus Söder ist für klare Worte und schlagfertige Argumente bekannt. Mit einem ausgeprägten Gespür für Stimmungen versteht er es Themen zielgenau in den Medien zu platzieren und öffentliche Debatten anzustoßen. Der Medienprofi volontierte beim Bayerischen Rundfunk und wurde anschließend Redakteur beim Bayerischen Fernsehen. Nach seiner Promotion setzte er seine Karriere in der Politik fort, zunächst als Landesvorsitzender der Jungen Union, später als Mitglied im CSU-Präsidium und seit 2003 als Generalsekretär der CSU. Seine Kenntnisse und Erfahrungen aus dem Medienumfeld nutzt Dr. Markus Söder auch als Vorsitzender der CSU-Medienkommission. Als Mitglied des Internetbeirats der Bayerischen Staatsregierung, als Kuratoriumsmitglied der Bayerischen Akademie für Fernsehen und als Mitglied des ZDF-Fernsehrates, setzt er sich mit den aktuellen medialen Herausforderungen unserer Zeit auseinander.
Politikerverträge, Schleichwerbung, bezahlte PR-Veröffentlichungen – die Kommunikationsbranche kennt ihre eigenen Skandale. Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) soll solche Fehltritte ahnden. Wohl kaum ein Vertreter der PR-Wirtschaft, vertritt dieses Anliegen so glaubwürdig und engagiert wie sein Vorsitzender, Dr. Horst Avenarius. Der promovierte Historiker startete seine Karriere als Werkzeitschriften-Redakteur bei der Mannesmann AG in Düsseldorf. Anschließend wurde Dr. Avenarius Pressechef des traditionsreichen Haushalts- und Metallwaren-Herstellers WMF. Bei der BMW AG verantwortete der Autor mehrerer Standardwerke der PR fast zwei Jahrzehnte die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Danach wechselte er als Vorstandsvorsitzender zur Herbert-Quandt-Stiftung. Dr. Horst Avenarius ist Lehrbeauftragter für Public Relations an mehreren Hochschulen und Dozent an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW).
Die Süddeutsche Zeitung ist nicht nur Deutschlands auflagenstärkste Tageszeitung. Sie war auch die treibende Kraft bei der Aufdeckung manchen politischen Skandals. Im Mai 2000 wurde »Deutschlands Leitmedium Nummer eins« (Studie Journalismus in Deutschland) indessen selbst von einem Skandal erschüttert, als bekannt wurde, dass das SZ-Magazin gefälschte Prominenten-Interviews veröffentlicht hatte. Hans-Jürgen Jakobs, Leiter des Medienressorts der Süddeutschen Zeitung, zählt zu den einflussreichsten professionellen Beobachtern des Mediengeschehens. In einer Art ‚Wundertüte’ verbindet er populäre Themen mit aufwändig recherchierten Hintergrundberichten. Der Diplom-Volkswirt startete seine journalistische Karriere bei der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Nach Stationen beim Handelsblatt und der Münchner Abendzeitung zog es Jakobs 1993 zum SPIEGEL nach Hamburg. Seit 2001 leitet er in der bayerischen Landeshauptstadt das Medienressort der Süddeutschen Zeitung. _impressionen:
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