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Hilton Talk: Die Gesprächsrunde und Netzwerkveranstaltung für Führungskräfte und Kommunikationsprofis aus Wirtschaft, Politik und Medien _thema: Schöne, neue Arbeitswelt: Modelle für die Zukunft Global, surreal, asozial? Wie wird sie aussehen, unsere zukünftige Arbeitswelt? Wirtschaftskenner prognostizieren derzeit einen neuen Finanzcrash, der die gerade überstandene Krise noch übertreffen könnte. Sollten die Experten Recht behalten, stellen sich existentielle Fragen: Wie würde es nach dem Crash weitergehen? Welche Folgen hätte ein irreversibler Zusammenbruch für unser Geldsystem? Und was würde eine neue Krise für die Arbeitswelt bedeuten? Letztere wird sich wohl auch ohne finalen Kollaps fundamental verändern. Dafür werden unter anderem das Internet und der demografische Wandel sorgen. Die Fortschritte der medizinischen Entwicklung offenbaren sich auch darin, dass immer mehr alte Menschen immer länger arbeiten können. Das Problem: Zahlreiche Firmen verhalten sich gegenüber älteren Arbeitssuchenden wenig sozial und schließen sie bei der Stellenvergabe kategorisch aus. Dabei beweisen psychologische Studien, dass sich jüngere und ältere Arbeitnehmer in punkto Arbeitsleistung kaum voneinander unterscheiden. Es wird also Zeit für einen Bewusstseinswandel, weg vom Jugendwahn und hin zur Alterstoleranz. Und auch die digitale Revolution stellt mittelständische Unternehmen, gerade in der Medienbranche, vor neue Herausforderungen. Wie die Zukunft in unseren stürmischen Zeiten auch aussehen mag: Sie fordert neue Modelle. Über diese Fragen diskutierten wir mit unseren Talk-Gästen am 20. Mai 2010 beim Hilton Talk. _talk-gäste
Der Experte für Finanzsysteme und Geldmengenpolitik gilt als ebenso kluger wie provokanter Redner, der auch komplizierte Zusammenhänge des Wirtschaftsuniversums allgemeinverständlich auf den Punkt bringt. Seit 2007 widmet sich der frühere Vorstandsvorsitzende und Aufsichtsratsvorsitzende einer Unternehmensgruppe dem Projekt „Wissensmanufaktur“. Diese recherchiert permanent den Status der globalen Wirtschafts- und Währungssysteme und erarbeitet entsprechende Prognosen. Popps Ziel ist die Aufklärung von systembedingten Fehlentwicklungen sowie die Etablierung einer fairen Gesellschaftsordnung. Zuletzt erschien von Popp die Monographie „Der Währungscountdown. Das verfehlte Geldsystem: Ursachen und Lösungen“. Darin befasst sich der Autor unter anderem mit der Frage, wie ein gerechtes Finanzsystem in Zukunft aussehen könnte. Der Experte geht davon aus, dass der totale Zusammenbruch der Wirtschaft nicht mehr vermeidbar ist. Er sieht aber auch Chancen, die in einer Neuordnung des Systems zum Ausdruck kommen könnten. >>Zum Gespräch
Dirk Ippens Verlagskonglomerat gilt als fünftgrößte Zeitungsgruppe in Deutschland. Der promovierte Jurist verlegt unter anderem den „Münchner Merkur“, die „tz“, die „HNA“ und den „Westfälischen Anzeiger“. Trotz seiner beruflichen Affinität zu den Printmedien steht er dem Internet aufgeschlossen gegenüber: Die gegenwärtige Revolution in der Medienbranche bewertet Ippen sogar als „Demokratisierungsprozess“. Statt weniger „Goliaths“ hätten nun zahlreiche „Davids“ Stimme und Gewicht, sagt der 69-Jährige und spielt damit auf die Möglichkeit der Internetnutzer an, ihre Gedanken und Ansichten jederzeit in Weblogs oder sozialen Online-Netzwerken zu veröffentlichen. Ippen vertritt zudem die Auffassung, dass Verleger in der derzeitigen Situation hellwach sein und unternehmerisch weitsichtig handeln müssten. Andernfalls drohe auch in der schönen neuen Medienwelt der rasante Absturz. >>Zum Gespräch
Simone Rethel räumt mit der falschen Vorstellung auf, Alter bedeute ausschließlich Krankheit, Behinderung und Pflegheim. Sie sagt, dass es für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen, wichtig ist, Älter werden und Alter positiv zu sehen, und es auf unsere Einstellung ankommt, was wir aus dieser Lebensphase machen. Sie plädiert dafür, die gesetzlich festgelegte Grenze, Menschen mit Mitte sechzig in Rente zu schicken, aufzuheben. Jeder sollte selbst entscheiden, wie lange er arbeiten will. Viele von uns haben noch ein Drittel ihres Erwachsenlebens vor sich. Wer allerdings nur die Schreckgespenster des Alters sieht, versinkt schnell in Depressionen. Wer sich dagegen Neugier auf das Leben, Interesse und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bewahrt, ist bestens gerüstet für ein Altern in Zufriedenheit. >>Zum Gespräch _moderation Michael Märzheuser, Geschäftsführender Gesellschafter MärzheuserGutzy Kommunikationsberatung GmbH _impressionen
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Andreas Popp und Marcus-Milan Arandelovic sowie Dr. Dirk Ippen und Michael Märzheuser nehmen Simone Rethel in die Mitte.