Zukunft der Printmedien im digitalen Zeitalter
Auch wenn Nachrichten im Netz gefragter sind denn je, sterben die Printmedien nicht aus: „Die Printmedien sind tot. Lang leben die Printmedien!“ – so zumindest lässt sich eine Studie der Roland Berger Strategy Consultants zusammenfassen. Denn trotz des dramatischen Negativtrends, den Printmedien bei ihren Auflagenzahlen verzeichnen, sehen die Unternehmensberater Wachstumspotenziale. Die im Wettstreit mit den digitalen Medien augenscheinliche Schwachstelle der Aktualität sei mit der Besinnung auf „Agenda-Setting, Meinung, Einordnung und Orientierung sowie ein hochwertiges Leseerlebnis durch optische und haptische Reize“ beizukommen, so die Verfasser der Studie.
Außerdem sind gerade Premium-Nutzer bereit, für hochwertige Printmedien einen entsprechenden Preis zu zahlen – für den Werbemarkt sind diese Nutzer ohnehin mit die attraktivste Zielgruppe. Aber auch Special-Interest-Formate bieten vielversprechende Ertragsmöglichkeiten. Vorbildcharakter haben der Studie zufolge die Süddeutsche Zeitung, die ZEIT und Neon, die als Ausnahmeerscheinungen im gedruckten Medienmarkt ihre Auflage erhöhen konnten.
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