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Über 3.000 Notebooks gehen pro Woche an den europäischen Flughäfen verloren

3.300 Laptops werden wöchentlich an Flughäfen in Europa entweder von ihren Eigentümern liegen gelassenen oder diesen gestohlen. Der dadurch entstehende Schaden für die Wirtschaft geht in die Millionen: Laut dem Ponemon Institute, das im Auftrag des amerikanischen PC-Hersteller Dell eine Studie an den acht größten Flughäfen in Europa durchgeführt hat, kostet der Verlust von vertraulichen Informationen 197 Dollar pro Datensatz. Dazu kommt der entstehende Sachschaden, wenn vertrauliche oder geschäftsinterne Daten verloren gehen oder in die falschen Hände geraten.

Gefährlichster Rekordhalter ist der Londoner Flughafen Heathrow mit 900 verschollenen Geräten pro Woche, dicht gefolgt vom Amsterdamer Airport Schipol und dem Pariser Charles de Gaulle Flughafen, wo etwa 700 Notebooks wöchentlich verloren gehen. Dennoch sind die Langfinger in Europa längst nicht so schlimm wie die an amerikanischen Flughäfen: Hier werden im Durchschnitt 12.000 der Arbeitsgeräte pro Woche liegen gelassen oder geklaut.

Als Hauptgrund für den häufigen Verlust der mobilen Computer nannten 70 Prozent der Befragten und von diesem Problem geplagten Geschäftsleute Hektik, den Stress also von einem Termin zum anderen zu kommen. Weitere Gründe, warum das wichtige Gut oft liegen gelassen wird, ist schlicht das Versäumnis, nach dem Arbeiten am Gate den Laptop auch wieder in die Tasche zu packen. Nicht zuletzt nutzen gewiefte Diebe auch die mittlerweile verschärften Sicherheitskontrollen an den Flughäfen – die Zeit, in der die mobilen Rechner separat vom Handgepäck durchleuchtet werden und der Eigentümer sich noch selbst einer Kontrolle unterziehen muss. Prompt ist der Laptop weg.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie ist, dass rund 57 Prozent der abgegebenen Laptops nicht in den Fundbüros abgeholt werden. Fehlende Kontaktinformationen jedoch machen es unmöglich, die Computer zuzuordnen.

Wenn Sie reisen und auf Ihren Laptop nicht verzichten, aber auf Nummer Sicher gehen wollen, schadet ein Adressetikett deshalb nicht. Diese oder andere Möglichkeiten wie das GPS-Tracking sollte jeder Reisende in Erwägung ziehen. Denn wenn das wichtige Gerät doch einmal in aller Eile liegen gelassen wird, dann gibt es auch eine Chance, es wiederzubekommen. Der Wirtschaft würde das viel Geld sparen.


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