Mit Ad Specials die Anzeigenflaute bremsen
Die Wirtschaftskrise verschont auch die Verlage nicht: Vor allem General-Interest-Titel befürchten einen massiven Einbruch des Anzeigengeschäfts. Mit Sonderwerbeformen wollen sie sich gegen die Krise stemmen.
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger rechnet für dieses Jahr mit einem Rückgang der Zeitungsannoncen um acht Prozent. Eine ernst zu nehmende Entwicklung, wenn man bedenkt, dass den Tageszeitungen seit Jahren ohnehin sinkende Abonnementzahlen zu schaffen machen. Dem abflauenden Anzeigengeschäft halten die Verlage so genannte Ad Specials entgegen – kleine Warenproben wie Kosmetik, CD-Roms oder Postkarten, die Printmedien beigelegt werden. So steigerte die Handelsblatt-Tochter GWP Mediamarketing den Umsatz mit Ad Specials 2008 im Vergleich um 30 Prozent. Auch der Süddeutschen Zeitung bescherte diese Form der Werbung ein zweistelliges Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders Erfolg versprechend sind nach einer Studie der Bauer Media KG Warenproben, die von Kunden getestet werden können, wie etwa Parfümproben oder CDs. Vor allem bei Frauenzeitschriften hat sich der Einsatz von Kosmetik bewährt, weil sie die Produkte sinnlich erfahrbar machen. Ihre Wirkung verfehlen Ad Specials nicht: Kunden besuchen gezielt Geschäfte, in denen das beworbene Produkt gekauft werden kann.
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